
Unsere neue Notfallnummer für verletzte oder kranke Igel ist täglich von 16:00 bis 20:00 in Betrieb:
0800 070 080
Achtung Igelnester
Könnten Igelmütter Schilder malen, würde über Igelnestern folgende Botschaft stehen: Bitte nicht stören! Wie alle Mütter sind auch Igelmamas sehr empfindlich, die Aufzucht der Jungen ist eine schwierige Aufgabe und voller Risiken. Das beginnt schon mit dem geeigneten Standort für das Nest. Es sollte ein Platz sein, der vor Blicken geschützt ist, wo es Material für den Nestbau hat, ohne verspielte Hunde, gelangweilte Hauskatzen oder neugierige Menschen, wo weder Motorsense, Rasenmäher noch Unkrautvernichter hinkommen. Solche Plätze sind rar,die Mehrheit der Igel muss sich durchwursteln und legt auch mal ein Nest unter einem Rasenmaher an. Oder unter dem Grill, dem Gartenhäuschen, der Tiefkühltruhe.
Stösst man zufällig auf ein Nest, ist es sehr wichtig, die Tiere nicht weiter zu stören. Igelmütter können im schlimmsten Fall in Panik geraten und ihre eigenen Jungen totbeissen. Verwaiste Igelnester sind in der Regel gar nicht verwaist, die Mutter gönnt sich nur in der Nähe des Nestes ein bisschen Erholung von den Jungen.
Wir raten ganz grundsätzlich zu Vorsicht im Umgang mit Wildtieren, voreiliges Handeln kann mehr Schaden anrichten als nützen. Deshalb lautet unsere Devise: das Tier gut beobachten und den Rat von Fachpersonen einholen.
Igel gehören nicht in den Wald
Der Lebensraum des Igels ist kleinräumig strukturiertes Grasland mit Büschen, Hecken und Bäumen. Im Wald hat es zuwenig Nahrung für Igel.
Man darf Igel grundsätzlich nicht irgendwohin transportieren und aussetzen. Igel sind sehr reviertreue Tiere, die sich hervorragend an die lokalen Gegebenheiten anpassen und sich in einem unbekannten Umfeld schwer zurechtfinden.
Gefährliche Lichtschachtgitter

Jedes Jahr werden auffallend viele Igel mit einem gebrochenen Bein in den Igelstationen abgegeben. Aufgrund der speziellen Art der Verletzungen muss davon ausgegangen werden, dass die Igel mit einem Bein in einem Lichtschachtgitter steckengeblieben sind und sich beim verzweifelten Berfeiungsversuch verletzten oder in Panik zusammengerollt haben. Da sie in Freiheit keine Überlebenschance haben, müssen sie eingeschläfert werden.

Eine einfache Lösung bieten da Gitter-abdeckungen oder Abdeckvliese, die nebenbei auch vor Schmutz und Kleintieren schützen.
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Fadenmäher sind des Igels Tod
Fadenmäher und Motorsensen sind sehr praktisch, aber auch ebenso gefährlich. Mit ungeheurer Wucht wird alles kurz und klein geschlagen. Problemlos lässt sich damit unter Hecken und Sträuchern roden und selbst an den unzugänglichsten Orten kann man den Wildwuchs bekämpfen. Das macht die Motorsense auch so gefährlich für Igel, weil sie genau an diesen Orten ihre Tagruhe verbringen. Und weil die Igel vor dem Lärm nicht flüchten, werden sie mitgehäckselt. Abgetrennte Beine, zertrümmerte Schnauzen und andere schwere Verletzungen führen zu einem langsamen und qualvollen Tod.
Es gibt Alternativen: Zeigen Sie Mut zur Wildnis. Überlassen Sie die ungenutzten Teile des Gartens der Natur. Verzichten Sie darauf, unter Sträuchern und Hecken zu roden. Mit der Natur zu leben fühlt sich besser an als gegen die Natur zu kämpfen. Die meisten Gartenbesitzer freuen sich über einen stacheligen Nützling im Garten, deshalb bitten wir alle Hobbygärtner, Hausmeister und Liegenschaftsverwalter, dem Lebensraum des Igels Sorge zu tragen. Dazu gehört auch, den Gebrauch von Motorsensen auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und vor einem unumgänglichen Einsatz die Arbeitsstelle gründlich nach Tieren abzusuchen.

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