Pro Igel
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Igel im Winter

Normalerweise verbringen Igel die kalte Jahreszeit im Winterschlaf. Sie verkriechen sich im Winternest, wenn die Temperatur für einige Zeit unter fünf Grad fällt. Das war diesen Winter noch nicht der Fall, weshalb immer noch viele Igel unterwegs sind. Die meisten sind in einem schlechten Zustand und brauchen Hilfe.

Sollte Ihnen ein Igel begegnen, bitten wir Sie, den Rat einer Fachperson einzuholen. Igel dürfen nur nach Anleitung einer offiziellen Igelstation in Obhut genommen werden. Rufen Sie die nächstgelegene Igelstation an oder nutzen Sie unsere kostenlose 24-Stunden- Notfallnummer: 079 652 90 42.


Kleines Plädoyer für das Liegenlassen von Laub

Goldener Herbst mit viel Laub

Seit Jahrmillionen gehört Laub zum jahreszeitlichen Zyklus und ist so zu einem unverzichtbaren Bestandteil für die Überwinterung der heimischen Flora und Fauna geworden. Laub bietet Schutz für alle Arten von Kleinlebewesen und bildet so eine natürliche Vorratskammer für Igel und insektenfressende Vögel. Laub ist ein natürlicher Dünger und ernährt während seines Zerfalls verschiedenste Lebewesen wie Ameisen, Pilze und Bodenbakterien. Liegengelassenes Laub ist die Grundlage für einen gesunden Garten.

Lassen Sie bitte  das Laub liegen, wo immer das geht und nicht stört. Es ist auch sehr brauchbar, wenn Sie das Laub zusammenwischen und einen schönen grossen Haufen damit machen.

Mit einigen wenigen Quadratmetern Laubteppich unterstützen auch Sie die Biodiversität in der Schweiz.


Fadenmäher sind des Igels Tod

Fadenmäher und Motorsensen sind sehr praktisch, aber auch ebenso gefährlich. Mit ungeheurer Wucht wird alles kurz und klein geschlagen. Problemlos lässt sich damit unter Hecken und Sträuchern roden und selbst an den unzugänglichsten Orten kann man den Wildwuchs bekämpfen.  Das macht die Motorsense auch so gefährlich für Igel, weil sie genau an diesen Orten ihre Tagruhe verbringen. Und weil die Igel vor dem Lärm nicht flüchten, werden sie mitgehäckselt. Abgetrennte Beine, zertrümmerte Schnauzen und andere schwere Verletzungen führen zu einem langsamen und qualvollen Tod.

Es gibt Alternativen: Zeigen Sie Mut zur Wildnis. Überlassen Sie die ungenutzten Teile des Gartens der Natur. Verzichten Sie darauf, unter Sträuchern und Hecken zu roden. Mit der Natur zu leben fühlt sich besser an als gegen die Natur zu kämpfen. Die meisten Gartenbesitzer freuen sich über einen stacheligen Nützling im Garten, deshalb bitten wir alle Hobbygärtner, Hausmeister und Liegenschaftsverwalter, dem Lebensraum des Igels Sorge zu tragen. Dazu gehört auch, den Gebrauch von Motorsensen auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und vor einem unumgänglichen Einsatz die Arbeitsstelle gründlich nach Tieren abzusuchen. 


Igel im Radio

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Igel in Europa

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