Pro Igel
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Pro Igel

Sichere Strassen auch für Igel

Mit Verkehrshinweisen im Radio gegen den Strassentod 

Eine morgendliche Autofahrt kann ganz schön deprimierend sein. Alle paar Kilometer liegt ein überfahrener Igel auf der Strasse. Aufmerksame Fahrzeuglenker könnten viel Elend verhindern.

Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, an die Igel auf den nächtlichen Strassen zu erinnern, sind wir auf den Rundfunk gekommen. Das Nachtprogramm ist bei vielen Automobilisten beliebt, deshalb haben wir zwei Radiospots produzieren lassen mit dem Ziel, die Fahrzeuglenker genau zur richtigen Zeit vor den unerwarteten Verkehrsteilnehmern zu warnen. Seit dieser Woche sind jede Nacht zwei Verkehrshinweise auf den 20 wichtigsten Privatradiostationen der Deutschschweiz zu hören, die Kampagne dauert acht Wochen. 

Mehr Informationen finden Sie hier


Frühlingsgarten

Im Frühling werden auch die Gartenbesitzer wieder aktiv und versuchen die wuchernde Pflanzenwelt in geordnete Bahnen zu lenken. Wie überall gilt auch hier, allzuviel ist ungesund. Ein bisschen Land sollte der Natur überlassen werden, kleine Inseln der Artenvielfalt, unberührt von Rasenmäher, Chemikalien und Motorsensen. Nur dank dieser Inseln fühlt sich der Frühling so gut an, es riecht und summt und krabbelt – helfen auch Sie mit, diesen Reichtum zu bewahren.

Lassen Sie möglichst viel Wildwuchs und Dickicht stehen, roden Sie nur das Nötigste vor dem Haus und geniessen Sie die grosse Vielfalt einer kleinen Welt. 


Fadenmäher sind des Igels Tod

Fadenmäher und Motorsensen sind sehr praktisch, aber auch ebenso gefährlich. Mit ungeheurer Wucht wird alles kurz und klein geschlagen. Problemlos lässt sich damit unter Hecken und Sträuchern roden und selbst an den unzugänglichsten Orten kann man den Wildwuchs bekämpfen.  Das macht die Motorsense auch so gefährlich für Igel, weil sie genau an diesen Orten ihre Tagruhe verbringen. Und weil die Igel vor dem Lärm nicht flüchten, werden sie mitgehäckselt. Abgetrennte Beine, zertrümmerte Schnauzen und andere schwere Verletzungen führen zu einem langsamen und qualvollen Tod.

Es gibt Alternativen: Zeigen Sie Mut zur Wildnis. Überlassen Sie die ungenutzten Teile des Gartens der Natur. Verzichten Sie darauf, unter Sträuchern und Hecken zu roden. Mit der Natur zu leben fühlt sich besser an als gegen die Natur zu kämpfen. Die meisten Gartenbesitzer freuen sich über einen stacheligen Nützling im Garten, deshalb bitten wir alle Hobbygärtner, Hausmeister und Liegenschaftsverwalter, dem Lebensraum des Igels Sorge zu tragen. Dazu gehört auch, den Gebrauch von Motorsensen auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren und vor einem unumgänglichen Einsatz die Arbeitsstelle gründlich nach Tieren abzusuchen. 


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Igelbeobachtungen

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Igel in Europa

Auch in Bayern, Berlin und Britannien werden Igel-
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Bulletin 47

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