Pro Igel
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Pro Igel

Vereinsportrait

Bild: Günther Meyer


Wer sind wir?

Pro Igel setzt sich seit 1988 für den Schutz und die För-derung des einheimischen Igels und seiner Lebensräume ein. In konstruktiver Zusammenarbeit mit Behörden und Privaten wollen wir die Bevölkerung für die Bedürfnisse und Gefahren sensibilisieren, die den Igel und andere Wildtiere im Siedlungsraum bedrohen.

 

Warum braucht es uns?

Ursprünglich lebten die einheimischen Igel am Waldrand und in der reich strukturierten traditionellen Kulturlandschaft. Durch die intensive Bewirtschaftung haben sie dort jedoch ihre Lebensgrundlage verloren. Auf ausgeräumten Landwirtschaftsflächen oder in monotonen Siedlungen finden Igel weder Unterschlupf noch genügend Nahrung. Heute bewohnen die meisten Igel den Siedlungsraum der Menschen und sind sogar mitten in unseren Städten heimisch geworden. Durch die enge Nachbarschaft mit dem Menschen drohen dem Igel aber viele neue Gefahren, die sehr direkt von den verschiedensten menschlichen Aktivitäten ausgehen.


Was tun wir?

Der Verein pro Igel

  • informiert mit gezielten Kampagnen über aktuelle Bedrohungen und mögliche Schutzmassnahmen für den Igel und andere Wildtiere im Siedlungsraum.
  • unterhält eine anerkannte Anlauf- und Kontaktstelle für alle Fragen zum Lebensraumschutz sowie zur Behandlung, Pflege und Wiederauswilderung von hilfsbedürftigen Igeln.
  • stellt Schulen, Vereinen, Behörden und Privaten fundiertes Informationsmaterial über Igel und ihren Lebensraum zur Verfügung.
  • unterstützt die Erforschung von Biologie, Lebensraum und Verhalten des Igels.
  • gibt regelmässig ein Informationsbulletin mit den aktuellsten Informationen zum Igelschutz heraus.

 

Aktuelle Themen

 Igel und Strassenverkehr
Durch die rapide Zunahme des Strassenverkehrs werden immer mehr Tiere auf der Suche nach Nahrung oder einem Partner für die Fortpflanzung Opfer des Verkehrs. Hier hilft nur Rücksicht und angepasstes Fahrverhalten. Pro Igel macht alljährlich mit einer gross angelegten Informationskampagne auf diese Problematik aufmerksam und ruft zu einer Änderung des Fahrverhaltens auf.

 Allzu fleissige Gärtner lassen der Natur keine Chance
Ordnung muss sein! Doch wer jedes Blatt und jeden Ast aus seinem Garten wegräumt, nimmt unseren einheimischen Wildtieren ihre Lebensgrundlage. Nur in reich strukturieren naturnahen Gärten mit vielen einheimischen Pflanzen findet der Igel genügend Nahrung und Unterschlupf für den Winter. Pro Igel setzt sich mit Rat und Tat für naturnahe Gärten ein.

Tödliche Gefahr Tellersensen
Durch den unvorsichtigen Einsatz von Rasentrimmern, Tellersensen und Balkenmähern werden jährlich viele Igel grausam verstümmelt. Ausgerechnet im hohen Gras, im Dickicht oder unter Gebüschen, wo Igel ihre Jungen aufziehen, gelangen diese gefährlichen Geräte zum Einsatz und richten enormes Tierleid an. Pro Igel informiert mit breit angelegten Kampagnen über diese wenig bekannte Gefahr und ruft zu einem vorsichtigen Umgang mit solchen Geräten auf.

 Schlaue Gärtner brauchen kein Gift
Wer seine Pflanzen nur mit Kunstdünger, Insektiziden und Schneckenkörnern durchbringen kann, zeigt seine gärtnerische Hilflosigkeit. Giftstoffe unterschiedlichster Herkunft reichern sich in unserer Umwelt an und werden von den Tieren mit der Nahrung aufgenommen. Bisher ist kaum erforscht, wie sich dies auf ihr längerfristiges Überleben auswirkt. Pro Igel unterstützt die Forschung auf diesem wichtigen Gebiet und zeigt Alternativen zum Gifteinsatz in Gärten auf.

1. August-Feuer: kein Spass für Igel
Igel und andere kleine Tiere suchen gern in Asthaufen Unterschlupf. Werden solche Asthaufen und Holzstösse dann angezündet, finden die Tiere einen schrecklichen Feuertod. Rechtzeitig zum 1. August macht Pro Igel alljährlich in den Medien auf diese Gefahr aufmerksam und ruft dazu auf, die Holzstösse igelsicher einzuzäunen.